Alle wichtigen Info´s auf einer Seite

Kurz und Bündig

Es gibt eine zunehmende Resistenz der Endoparasiten
gegen die bekannten Entwurmungsmittel für Pferde.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde in den letzten zwei
Jahrzehnten verstärkt nach anderen medizinischen Vorgehensweisen
als den bisher bekannten Methoden (z.B. Strategische Entwurmung
alle 3 Monate) zur Behandlung gegen diese Endoparasiten gesucht.


Die Selektive Entwurmung der Pferde wurde und wird von
führenden Parasitologen intensiv unterstützt.

Sie wird bereits von vielen Pferdetierärzten angeboten und langfristig durchgeführt.
Das Vorgehen ist sehr simpel und nachvollziehbar:

 

ausführliche Erläuterung
    • Es werden in einem sogenannten "Übersichtsjahr" zumindest 4 Monitoring-Kotproben über das Jahr hinweg verteilt von einem Pferd genommen.
      Die ersten beiden Monitoring-Kotproben erfolgen in einem kürzeren Abstand von 6-(8) Wochen, danach folgen die weiteren zwei Monitoring-Kotproben in einem individuellen Abstand, der vom jeweiligen Tierarzt vor Ort in Absprache mit den Besitzern bestimmt wird.

 

    • Der Pferdebesitzer selbst kann die Kotprobe nehmen und bringt / sendet sie nach Zuteilung der individuellen Identifikationsnummer und erst nach jeweiliger telefonischer Anmeldung direkt zum Kotprobenlabor.

 

    • Die Auswertung der Kotproben erfolgt im tierärztlichen Kotprobenlabor oder in einem externen, privat-veterinärmedizinischem Labor

 

    • Entsprechend dem Kotproben-Ergebnis gibt es 2 große Entscheidungsmöglichkeiten:
      - Pferde mit einer Eiausscheidung von unter 200 EpG (Eiern pro Gramm Kot) werden zu diesem Zeitpunkt nicht entwurmt. Dies ist jedoch nicht so zu verstehen, dass dieses Pferd nicht irgendwann einmal (zB infolge einer Stoffwechselerkrankung oder ähnlichem..) bei einer Monitoring Probe einen erhöhten Wert haben könnte. Um dies zu kontrollieren müssen alle Pferde kontinuierlich beprobt werden.

       

      - Pferde über 200 EpG werden AUF JEDEN FALL nach einem erhöhten Ergebnis entwurmt und 14 Tage später erfolgt eine Kontrolle der Wirksamkeit des verwendeten Wirkstoffes über eine erneute (Kontroll) Kotprobe. Hierzu gibt es Erinnerungen der betreuenden Tierarztpraxis (zB. in Form einer Postkarte ).

 

    • Bitte beachten Sie hierzu auch unter der Rubrik NEUIGKEITEN die aktuellen Zahlen

 

    • Natürlich gibt es auch einige dazwischenliegende Entscheidungsmöglichkeiten (diese werden im speziellen Fall mit dem jeweiligen Patientenbesitzer besprochen)

 

    • Durch das fortlaufende Monitoring infolge der Kontroll-Kotproben werden nachweislich die Verwurmungsraten der einzelnen Pferde als auch der Bestände nachhaltig reduziert.

 

    • Ebenso sinkt nachhaltig die Resistenzlage gegen bestimmte Entwurmungspräparate in den jeweiligen Ställen

 

    • Im zweiten Jahr gibt es bereits viele Vorteile für die Besitzer der Pferde, die kontinuierlich zwischen 0-200 EpG ausscheiden.

 

 

Für weitere Informationen bitten wir Sie, sich die einzelnen Seiten der Homepage

www.selektive-entwurmung.com durchzulesen. Jederzeit können Sie sich auch
persönliche Informationen zu diesem Thema unter folgender Email einholen:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Für weiterführende Fragen können Sie auch gerne entweder die Koordinatorin des Netzwerkes "Zeitgemäße Entwurmung der Pferde" über folgende Email kontaktieren: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder den Koordinator der Homepage Selektive Entwurmung, Herrn Dr. Marcus Menzel über folgende Telefonnummer erreichen: +49-8728-445.

 

Falls Sie sich für einen sinnvollen Wechsel hin zur Selektiven Entwurmung entschlossen haben, sollten Sie als erstes Ihren Haustierarzt ansprechen. Sollten Sie hier eine, leider noch manchmal festzustellende, nicht argumentativ nachvollziehbare ablehnende Haltung feststellen, können wir Ihnen gerne beratend zur Seite stehen.

 

Falls Ihr Haustierarzt Sie dennoch nicht unterstützen würde, stehen Ihnen jederzeit einige Selektive Entwurmungs-Hauslabore zur eigenen Einsendung der Kotproben zur Verfügung.

 

Unseren Flyer zur Selektiven Entwumung können Sie nun hier herunterladen.

Historie

der Pferde Entwurmung

Warum wurden Pferde bislang immer 4mal im Jahr entwurmt?

 

Kurz gesagt:

Weil ein sehr erfolgreiches, jedoch gegen einen vollkommen anderen Endoparasiten ( die Großen Strongyliden) gerichtetes Entwurmungsschema seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts nie mehr den neuen, aktuellen Problemen und veränderten Endoparasiten Aufkommen in den Ställen angepasst wurde.

Dieses ehemals erfolgreiche Entwurmungsschema, das ursprünglich 1966 als "interval dose program" für die Bekämpfung der "Großen Strongyliden" eingeführt worden war, wurde in den 1980er Jahren nahezu nicht hinterfragt auch für die Bekämpfung
der "Kleinen Strongyliden" weiterhin angewendet.

zum vollständigen Artikel

Der erste positive Schritt: Die "Selektive Entwurmung"

 

Bereits seit dem letzten Jahrhundert wurden immer wieder Versuche unternommen, auf Basis
von Kotprobenuntersuchungen eine Aussage über die Notwendigkeit einer anthelminthischen
Behandlung (Entwurmung) zu treffen bzw. daraus abzuleiten, ob keine anthelminthische Behandlung
zum Untersuchungszeitpunkt notwendig ist.

Insbesondere im Jahr 2006 wurde die sogenannte "Selektive Entwurmung" (als auf Untersuchungsergebnissen aus Kotproben basierende Entscheidung für oder gegen eine temporäre anthelminthische Behandlung) in Dänemark sehr bekannt.

Die Methode des "selective anthelmintik treatment", als der reinen Kontrolle von Strongylideneiern hatte jedoch
zu diesem Zeitpunkt noch einige Nachteile, die heute jedoch nicht mehr (jedenfalls beim deutschen, streng regelbasierten System der Zeitgemäßen (+Selektiven) Entwurmung) auftreten. 

Spätestens ab 2010 (Dissertation durch Dr. Anne Becher) zusätzlich seit 2013 (Dr. Greite, Dr. Menzel) und in der Folge hat sich die Methode massiv entwickelt und ständig verbessert.   ... lesen Sie mehr im nächsten Abschnitt...

Der zweite und wichtigste Schritt: Die "Zeitgemäße (+Selektive) Entwurmung"

 

Schon seit 2011 (Dr. Menzel) wurde die auf einem Regelwerk basierende, kontinuierliche Untersuchung der Kotproben von Pferden (Selektive Entwurmung) auch mit dem Begriff Zeitgemäße Entwurmung beworben.
Insbesondere spätestens seit Anfang 2014 wird die auf einem strengen und eindeutigem Regelwerk basierende Methode als

Zeitgemäße (+Selektive) Entwurmung bezeichent.

Hierfür gelten folgende Definitionen:
- Selektive Entwurmung: Kontrolle und falls ergebnisabhängig Notwendig erfolgt eine Behandlung gegen die Strongyliden beim Pferd

- Zeitgemäße (+Selektive) Entwurmung: Kontrolle und falls ergebnisabhängig Notwendig erfolgt eine Behandlung eines oder mehrerer Endoparasiten beim Pferd. Die Zeitgemäße (+Selektive) Entwurmung beinhaltet in ihrem Regelwerk ALLE wichtigen Endoparasiten der Equiden.

Das Regelwerk finden Sie in Auszügen ebenfalls auf dieser Webseite.

Gründe für Veränderung

Gesetzliche Gründe

 

die tierärztliche Hausapothekenverordnung bietet den Tierärzten klare Vorgaben hinsichtlich der Behandlungen von Tieren ( und somit auch den Pferden ).

In Par. 12 ( Abgabe der Arzneimittel an Tierhalter durch Tierärzte ) wird angegeben, dass apothekenpflichtige Arzneimittel (hierzu zählen Entwurmungspräparate)  durch Tierärzte an Tierhalter nur im Rahemen einer ordnungsgemäßen Behandlung abgegeben werden dürfen.

Eine ordnungsgemäße Behandlung wird in diesem Par. 12 Absatz 2 auch näher definiert. Es bedeutet dass (Einzel-) Tiere oder der Tierbestand

- in angemessenem Umfang ( vorab ) untersucht worden sind

- die Anwendung des Arzneimittels ( hier der Wurmkur bei jedem Einzeltier ) vom Tierarzt kontrolliert wird

- UND  der Behandlungserfolg vom Tierarzt kontrolliert wird.

Betrachtet man die derzeit auf dem Markt befindlichen Empfehlungen / Systeme etc. so ist einzig ( bislang übrigens unwidersprochen selbst von Kritikern der Zeitgemäßen ( + Selektiven) Entwurmung) die Methode der Zeitgemäßen ( +Selektiven) Entwurmung als Konform entsprechend den gesetzlichen Anforderungen anzusehen.

Epidemiologische Gründe

 

Die epidemiologischen Grundlagen, die zur Einführung der Zeitgemäßen (+Selektiven) Entwurmung geführt haben können sie in folgendem Artikel nachlesen:

zum vollständigen Artikel

Medizinisch-Wissenschaftliche Gründe

 

Die Methode der Zeitgemäßen (+Selektiven) Entwurmung befasst sich mit allen für Pferde wichtigen Endoparasiten.

Im besonderen Fokus stehen die „kleinen Strongyliden“, da heutzutage die meisten erwachsenen Pferde von dieser Wurmart befallen sind.

Bei der Methode der Zeitgemäßen (+Selektive) Entwurmung ist es primär wichtig, ein fortlaufendes Monitoring durchzuführen.

Somit können Infektionen eines Bestandes / eines einzelnen Tieres und die damit verbundenen Resistenzen

  • ermittelt
  • überwacht
  • gezielt und effektiv bekämpft
  • sowie über Jahrzehnte hinweg dokumentiert werden

Neben den „kleinen Strongyliden“ werden auch Infektionen mit folgenden ebenso wichtigen Wurmarten in einem zeitgleichen Monitoring-Verfahren primär überwacht:

  • Bandwürmer, Spulwürmer und große Stronglyden

           

 

Sollten sich klinische Anzeichen von seltenen Wurminfektionen wie Oxyuris, Lungenwürmer, Leberegel etc. ergeben, werden hierfür zusätzliche und weiterführende Untersuchungen durchgeführt.

 

  • Oxyuris (Pfriemenschwanz), Lungenwurmlarve (Quelle: Institut für Parasitologie, Universität Zürich) und Leberegel

     

Resistenzlage als weiterer Grund

 

Viele Pferdetierärzte sind stark an einem veränderten Management der Endoparasiten bei den Pferden interessiert, da es immer mehr und immer öfters nachgewiesen eine bereits erschreckend große und zunehmende Resistenzlage
gegen diverse Pferde-Entwurmungsmittel weltweit gibt.

Die Gründe für die fortschreitenden Resistenzbildung(-en) sind gut gemeinte, aber leider oft nicht hilfreiche oder auch teilweise gegensätzlich wirkende Strategien und Maßnahmen bei den derzeitig durchgeführten Pferde-Entwurmungen bzw. vorgeschlagenen Strategien wie:

  • regelmäßige Entwurmungen (ohne spätere Erfolgskontrollen) und leider
  • oft zu häufige Entwurmungen (ohne nachgewiesene Notwendigkeit).

Dabei muss vorweg dem Leser dieser Seite ganz klar sein, dass NICHT die Pferde gegen bestimmte Entwurmungs-Präparate resistent werden.

Vielmehr werden bestimmte Wurmarten (oftmals stallspezifisch) resistent
gegen die bekannten Pferde-Entwurmungsmittel.

Weitere Gründe für die resultierenden Resistenzlagen sind:

  • Falsch dosierte Wurmkurgaben (zumeist durch falsche Gewichtseinschätzungen der Pferde)

  • Häufige und strategische Entwurmung (z.B. immer 4x im Jahr / immer wechselnde Präparate, etc..)

  • Fehlende Kontrolle der Wirksamkeit (selten werden Kontroll-Kotproben angeboten oder durchgeführt)

  • Entwurmung ohne vorherige Diagnostik  beim einzelnen Pferd

  • Entwurmung ohne Kenntnis des Infektionsdruckes im gesamten Bestand

Vergleich mit Resistenzentwicklungen gegen ANTIBIOTIKA

Ähnlich wie bei dem bekannten Problem der Resistenzentwicklung gegen Antibiotika gibt es auch bei den Entwurmungsmitteln einen zunehmenden Verlust der Wirksamkeit.

Diese besorgniserregenden Resistenzen haben führende Parasitologen dazu veranlasst, einen neuen Weg im Kampf gegen Parasiten einzuschlagen.

Herausgekommen ist dabei eine NEUE Methode der Bekämpfung unter dem Namen


Zeitgemäße
(+Selektive) Entwurmung
der Pferde (seit 2011)


 Ganz wichtig hierbei sind folgende Punkte :

  • Die Zeitgemäße (+Selektive) Entwurmung basiert auf dem fortlaufenden Monitoring
    durch diagnostische Kotproben-Untersuchungen (vor geplanten und nach durchgeführten
    Entwurmungen)
  • Die "Ei-Ausscheidungen" durch Untersuchungen von Pferdekotproben (des einzelnen Pferdes oder
    des ganzen Bestandes) werden
    - überprüft
    - dokumentiert und
    - bewertet

Mit einem speziellen Programm können dann alle gesammelten Werte kontrolliert und bewertet werden.
Die Besitzer und ( falls nicht ausdrücklich von den Besitzern untersagt ) auch die Stallbesitzer erhalten bei Interesse gerne diverse Zusammenfassungen und Diagramme der Ei-Ausscheidungs-Dynamik und der Ei-Ausscheidungs-Höhen
jedes einzelnen Pferdes als auch des gesamten Bestandes.

Kontakt

Regelbasierte Zeitgemäße (Selektive) Entwurmung

Anfragen & Fortbildung

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+49 8728 1051

Pferde-Praxis